Bundeszahnärztekammer, Zahnmedizinische und wissenschaftliche Fachgesellschaften appellieren an die staatliche Verantwortung für eine hochwertige Ausbildung.
Die zahnmedizinische Ausbildung in Deutschland steht vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Einer anhaltend hohen Nachfrage nach Studienplätzen steht eine seit Jahren weitgehend begrenzte, teilweise reduzierte Ausbildungskapazität an staatlichen Hochschulen gegenüber. Gleichzeitig besteht insbesondere in strukturschwachen und ländlichen Regionen die Gefahr einer zunehmenden zahnmedizinischen Unterversorgung.
Zahnmedizinische und wissenschaftliche Fachgesellschaften sowie Verbände betonen in einer gemeinsamen Stellungnahme die staatliche Verantwortung für eine wissenschaftsbasierte, qualitativ hochwertige und sozial gerechte Ausbildung. Dabei wird die Einheit von Forschung, Lehre und Patientenversorgung als wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige akademische Ausbildung hervorgehoben. Das breite Bündnis warnt: Werden die staatlichen Hochschulen nicht ausreichend finanziert, gerät ein zentraler Teil der Gesundheitsinfrastruktur unter Druck.
Der Ausbau nicht-staatlicher Studienplätze wird als mögliche Ergänzung des Ausbildungsangebots anerkannt, sollte jedoch zusätzliche Kapazitäten schaffen und nicht den notwendigen Ausbau staatlicher Hochschulen ersetzen. Für alle Ausbildungsstandorte werden einheitlich hohe Anforderungen an Finanzierung, Personal, Forschungsanbindung, Qualitätsmanagement und Krisenvorsorge gefordert. Eine national abgestimmte Bedarfsplanung und eine nachhaltige Finanzierung der zahnmedizinischen Hochschulausbildung werden als zentrale Voraussetzungen für die langfristige Sicherung der zahnmedizinischen Versorgung und für eine Handlungsfähigkeit des Gesundheitswesens in Krisen- und Notfallsituationen in Deutschland angesehen.
Stellungnahme
(Bild mit KI generiert)